Agravis Raiffeisen AG: In schwierigen Zeiten unternehmerische Akzente gesetzt

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Die AGRAVIS Raiffeisen AG hat 2016 ? vorwiegend preisbedingt und durch die Abgabe von drei Gesellschaften an die Ceravis AG ? konsolidierten Umsatz verloren, aber keinesfalls an Beständigkeit, Effizienz und Schlagkraft. Die AGRAVIS bewies im Geschäftsjahr 2016 erneut, dass sie gerade in schwierigen Zeiten in der Lage ist, unternehmerische und …
Länge: 06:32 Minuten

Münster/Hannover (ots) – Die AGRAVIS Raiffeisen AG hat 2016 – vorwiegend preisbedingt und durch die Abgabe von drei Gesellschaften an die Ceravis AG – konsolidierten Umsatz verloren, aber keinesfalls an Beständigkeit, Effizienz und Schlagkraft. „So kräftezehrend die Herausforderungen auch waren: Die AGRAVIS bewies im Geschäftsjahr 2016 erneut, dass sie gerade in schwierigen Zeiten in der Lage ist, unternehmerische und strategische Akzente zu setzen – durch beachtliche Investitionen in die regionalen Standorte, durch erfolgreiche Kooperationen, gute Akquisitionen, kluge Allianzen und den zielgerichteten Ausbau der Internationalisierung. Wir wissen, wo wir stehen.“

So bewertete der neue Vorstandsvorsitzende der AGRAVIS Raiffeisen AG, Andreas Rickmers, das Geschäftsjahr 2016, das auf der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens zuvor von Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff erläutert wurde.

Insgesamt konnte die AGRAVIS-Gruppe 2016 rund 6,2 Mrd. Euro umsetzen – rund 11 Prozent weniger als in 2015. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 41,6 Mio. Euro – ebenfalls rund 8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Beachtlich gestiegen sind hingegen das Eigenkapital mit 567 Mio. Euro (plus 10 Prozent) und die Eigenkapitalquote auf 31,3 Prozent.

„Ursache für den Umsatzrückgang waren die Preisentwicklung bei wichtigen Agrarerzeugnissen sowie Preisrückgänge bei Rohöl und wichtigen landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie Dünger und Pflanzenschutz. Darüber hinaus haben wir zum 1. Januar 2016 drei Unternehmen der AGRAVIS-Gruppe in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an die Ceravis AG verkauft – Umsatzvolumen: rund 300 Mio. Euro.

Der niedrigere Umsatz wirkt sich folglich auch auf das Ergebnis vor Steuern aus, das am unteren Ende unserer Erwartungen ist. In der Gesamtbetrachtung des Geschäftsjahres sind wir – unter den beschriebenen Umständen – mit dem Erreichten zufrieden. Aber mehr auch nicht. Wir hatten uns mehr erhofft, aber der Markt hat auch nicht mehr zugelassen“, machte Finanzvorstand Schulte-Althoff deutlich.

Trotz des Umsatzrückgangs will das Unternehmen aber an seiner soliden Dividendenpolitik festhalten und schlägt der Hauptversammlung am 11. Mai in Alpen/Nordrhein-Westfalen eine Dividende in Höhe von 5 Prozent vor. „Damit unterstreichen wir auch in schwierigen Märkten Verlässlichkeit und Solidität.“

Mehr dazu unter www.agrav.is/bipk

Pressekontakt:

AGRAVIS Raiffeisen AG
Industrieweg 110
48155 Münster
Herrn Bernd Homann
bernd.homann@agravis.de
Telefon: 0251-682-2050

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NORMA: Mit neuesten Smartphones für optimale ProzesseInnovativer Discounter setzt auf die aktuellste Kommunikations-Technologie

Nürnberg (ots) – Vernünftige Kosten und besonders schnelle Abläufe – so funktioniert das NORMA-Prinzip „Mehr fürs Geld“. Der Discounter investiert deshalb auch ständig in die Prozessoptimierung, weil das den Kunden weitere Vorteile bringt. Ein aktuelles Beispiel sind die jetzt an alle Verkaufs-, Expansions- und Bereichsleiter ausgegebenen iPhones mit vielen sinnvollen Anwendungsbereichen, zu denen beispielsweise die rasche Klärung von Kundenwünschen oder die mobile Disposition der vielen nachfragestarken Artikel in den bundesweiten NORMA-Filialen gehört.

Über 300 neue iPhone-Modelle hat das Discount-Unternehmen jetzt zur komfortablen Steuerung der Geschäftsprozesse in seinen 16 Niederlassungen an die Frau und an den Mann gebracht. Die operativen Führungsebenen der einzelnen Vertriebsregionen sind dadurch mit den zuständigen Stabsabteilungen in der Fürther NORMA-Zentrale direkt verbunden – als Systempartner bei dieser innovativen Daten- und Prozesssteuerung agiert das Mobile Device Management der Deutschen Telekom AG. Die Geräte sind über zertifikatsbasierte Zugriffsrechte mit der NORMA-Zentrale vernetzt, womit jeder unberechtigte Zugriff ausgeschlossen ist.

In der Sache sind die iPhones für die Anwender auf den Leitungsebenen inklusive aller App-Funktionen uneingeschränkt nutzbar, durch die Verbindung mit den bereits im Einsatz befindlichen NORMA-Notebooks entsteht so eine praktisch unbegrenzte Kommunikations-Mobilität. Den Führungskräften ist selbstverständlich der direkte Zugriff auf alle relevanten Kennziffern wie etwa die Umsatzentwicklung, Kostenpositionen oder auf die Filial- und Lagerbestände möglich, woraus besonders schnelle Reaktionszeiten entstehen, mit denen sich die kundennahe Attraktivität der NORMA-Discounter noch weiter erhöht. Die NORMA-Zentrale dazu: Das Unternehmen entwickelt sich seit über 50 Jahren dynamisch weiter, das Ziel hat sich aber nie geändert – bei uns bekommen die Kunden mehr fürs Geld.“

Das expansive Unternehmen NORMA ist in Deutschland sowie in Österreich, Frankreich und Tschechien mit bereits über 1.450 Filialen am Markt.

Pressekontakt:

Uwe Rosmanith
Rosmanith & Rosmanith GbR
Unter den Eichen 7
D-65195 Wiesbaden
0611/716547920
uwe@rosmanith.de

Katja Heck
NORMA Lebensmittelfilialbetrieb Stiftung & Co. KG
Leiterin Werbung und Kommunikation Manfred-Roth-Straße 7
D-90766 Fürth
k.heck@norma-online.de

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Münchener Verein unter den TOP 3 der Makler-Champions

München (ots) – Mitte März haben das Versicherungsmagazin gemeinsam mit Service Value zum siebten Mal hintereinander die „Makler-Champions“ gekürt. 2.179 Makler wählten den Münchener Verein in der Sparte „Kranken“ zu den TOP 3 aller bewerteten Versicherer. Der Münchener Verein, der bereits im dritten Jahr in Folge von den Maklern Bestnoten erhielt, entwickelte sich in den letzten Jahren kontinuierlich nach vorne und gehört nun zu den besten drei in dieser Gruppe. Die befragten Makler berichteten über ihre Erfahrungen in den drei Kategorien „Integration“, „Befähigung“ und „Zusatznutzen“.

„Integration“ bedeutet hier, ob die zentralen Service- und Technikleistungen des Versicherungsunternehmens mit den eigenen Prozessen und Strukturen kompatibel sind. Die „Befähigung“ beschreibt, inwieweit sich die Service- und Unterstützungsleistungen des Versicherers auf den eigenen Verkaufserfolg auswirken. Der Begriff „Zusatznutzen“ bezieht sich auf den Mehrwert dieser Leistungen auf die Unternehmenstätigkeit des Maklers.

„Champion zu sein, ist ein Gefühl wie im Sport“, freute sich Ingo Buschmann, Vertriebsdirektor der Maklerorganisation der Münchener Verein Versicherungsgruppe, der die Auszeichnung stellvertretend für den Münchener Verein in Bonn entgegen nahm. „Wir gehören in der Krankenversicherung zu den allerbesten, das zeigt uns das Votum von Tausenden von Maklern. Das ist auch eine Wertschätzung und Bestätigung unserer Arbeit sowie der Vertriebsstrategie und der stetigen Weiterentwicklung unserer Servicequalität“, so Buschmann.

Die Strategie des Münchener Verein, seit Jahren verstärkt auf Krankenzusatz- und Pflegezusatzversicherungen zu setzen, spiegelt sich in der Bewertung der Makler wider. So vertrauen viele Vertriebspartner seit Jahren beispielsweise der Deutschen PrivatPflege mit zwischenzeitlich über 200.000 abgeschlossenen Tarifen. „Fast 21.500 Neukunden in der Krankenversicherung im Jahr 2016 und ein Zuwachs von über 11 Prozent in der Krankenzusatzversicherung sprechen für sich“, betonte Buschmann.

Pressekontakt:

Münchener Verein Versicherungsgruppe
Zentrale Unternehmenskoordination und Presse
Johannes Schuster M. A.
Pettenkoferstr. 19
80336 München
Tel: 089/51 52 1154
Fax: 089/51 52 3154
schuster.johannes@muenchener-verein.de
www.muenchener-verein.de

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TrotzCED: Handballer motivieren Betroffene

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TrotzCED: Handballer motivieren Betroffene
Kooperation zwischen THW Kiel und der Initiative #TrotzCED von Takeda in Deutschland / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/120974 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG/m:werk GmbH & Co. KG“

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Berlin (ots) – Die bekannteste deutsche Handballmannschaft, der THW Kiel, steht neben Erfolg auch für Ehrgeiz und Willensstärke. Attribute, die auch für Betroffene von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) besonders wichtig sind: Sich aus schwierigen Situationen herauszukämpfen, den Mut nicht zu verlieren und an sich selbst zu glauben fällt vielen Morbus-Crohn- und Colitis-ulcerosa-Betroffenen schwer. Teil der Kampagne #TrotzCED ist deshalb nun eine Kooperation zwischen dem THW Kiel und Takeda, in der sich die Handballer dafür einsetzen, dass CED-Betroffene stark und selbstbewusst durchs Leben gehen können.

Sport – egal, ob entspannend oder fordernd – ist gerade bei CED eine hilfreiche Option, sein Körpergefühl zu verbessern und der Erkrankung die Stirn zu bieten. So lässt sich das allgemeine Wohlbefinden steigern, Stress abbauen und der Schlaf verbessern. Doch auch bei regelmäßigem Sport kann es zu Rückschlägen in der Erkrankung kommen: Diese äußern sich in sogenannten Schüben mit Krämpfen, Durchfällen und Abgeschlagenheit. Dann gilt es, diese schwierige Zeit bestmöglich durchzustehen: Eine Situation, die auch Profi-Sportlern nicht fremd ist. Die Spieler des THW Kiel beispielsweise halten sich mit einer gesunden Lebensweise fit und haben gelernt, auch mit Niederlagen umzugehen sowie Verantwortung für sich zu übernehmen. Die Schwierigkeit, nach einer langen Verletzungsphase wieder zur alten Form zurückzufinden, stellt viele Sportler vor eine große Herausforderung. Wie sie das meistern und was ihre Tipps und Tricks sind, um den Kopf nicht in den Sand zu stecken, zeigen die Handballer nun CED-Betroffenen. Bis zum Sommer sind zahlreiche gemeinsame Aktionen geplant, die ab sofort über die Facebook-Kanäle des THW Kiel und ced-trotzdem-ich.de angekündigt und gezeigt werden.

Pressekontakt:

Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG
Matthias Kolbeck
Unternehmenssprecher Takeda Deutschland
Jägerstr. 27
10117 Berlin
Tel. +49 30 20 62 77 150
E-Mail: pr@takeda.com

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VW Skandal-Sensationsurteil durch Landgericht Offenburg: Händler muss neuen VW Tiguan liefern gegen Rückgabe des manipulierten PKW ohne Nutzungsentschädigung

Lahr (ots) – Die Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH erstreitet ein weiteres sensationelles Urteil für einen geschädigten VW Tiguan Fahrer. Erneut ergeht ein verbraucherfreundliches Urteil im VW Skandal: das Landgericht Offenburg, 3 O 77/16 (nicht rechtskräftig) hat einen VW Händler mit Urteil vom 21.03.2017 verurteilt, einen neuen VW Tiguan aus der aktuellen Serienproduktion mit der Euro-6-Norm zu liefern gegen Rückgabe des manipulierten VW Tiguan, ohne dass der Geschädigte eine Nutzungsentschädigung bezahlen muss.

Nachdem bereits im Januar das Landgericht Regensburg, 7 O 967/16 einen Seat Händler zur Nachlieferung eines Seat Alhambra verurteilt hat, ist ein weiteres sehr verbraucherfreundliches Urteil zu Gunsten eines Geschädigten ergangen.

Der Geschädigte hatte von einem VW Händler aus dem Ortenaukreis im Januar 2014 einen neuen VW Tiguan Bluemotion 2,0l TDI mit 177 PS erworben. Nach Aufdeckung des VW-Skandals musste der Geschädigte feststellen, dass auch sein Fahrzeug vor den Manipulationen durch VW (Motor EA 189) betroffen ist. Im Januar 2016 verlangte der Kläger über die Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH die Nachlieferung eines neuen VW Tiguan gegen Rückgabe des manipulierten Tiguan ohne eine Nutzungsentschädigung bezahlen zu müssen. Dies lehnte der Händler jedoch ab, weshalb eine Klage vor dem Landgericht Offenburg erhoben wurde.

Das Landgericht Offenburg hat der Klage nunmehr vollumfänglich stattgegeben und wie folgt verurteilt:

„1. Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger ein mangelfreies, fabrikneues typenidentisches Ersatzfahrzeug aus der aktuellen Serienproduktion des Herstellers mit identischer technischer Ausstattung wie das Fahrzeug VW Tiguan, FIN: nachzuliefern, Zug um Zug gegen Rückübereignung des mangelhaften Fahrzeugs VW Tiguan, FIN:

2. Es wird festgestellt, dass sich die Beklagte mit der Neulieferung und mit der Rücknahme der in Ziffer 1 genannten Fahrzeuge in Verzug befindet.

3. Die Beklagte wird verurteilt, den Kläger von den durch die Beauftragung der Prozessbevollmächtigten des Klägers entstandenen vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten in Höhe von 1.642.20 Euro nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten seit dem 17.04.2016 freizustellen.

4. Die Kosten des Rechtsstreits trägt die Beklagte.“

Das Landgericht Offenburg begründet seine Entscheidung wie folgt:

Der VW Tiguan ist mit einem Sachmangel behaftet, weil Einkäufer erwartet, dass das Fahrzeug den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Dies ist nach Ansicht des Landgerichts Offenburg nicht der Fall, weil ein Entzug der Betriebserlaubnis drohe.

Das Landgericht Offenburg führt dann wörtlich weiter aus:

„b) Damit kann der Käufer nach seiner Wahl gemäß § 437 Nr. 1, § 439 Abs. 1 BGB Nachlieferung eines mangelfreien Fahrzeugs oder die Beseitigung des Mangels verlangen. Im Streitfall hat der Kläger die Nachlieferung gewählt, so dass er einen Anspruch auf Lieferung eines fabrikneuen Pkw VW Tiguan hat.

aa) Die Beklagte kann sich nicht darauf berufen, dass die Nachlieferung nach § 439 Abs. 3, § 275 BGB unmöglich wäre. Denn die Nachlieferung des streitgegenständlichen Pkw ist nicht unmöglich.

(1) Vorliegend lag eine Gattungsschuld vor. Eine Ersatzlieferung wird erst dann unmöglich, wenn die gesamte Gattung untergegangen bzw. mangelhaft ist (Palandt/Weidenkaff, BGB, 76. Aufl., § 439 Rn. 15). Im Streitfall ist zwar davon auszugehen, dass alle Fahrzeuge des Typs Tiguan aus der 1. Baureihe mit dem Dieselmotor EA 189 mangelbehaftet sind.

(2) Die Nachlieferung ist aber durch die Überlassung eines Fahrzeugs der aktuellen Baureihe des Tiguans, also des „Tiguan II“, mit dem anderen Motor möglich. Der Auffassung der Beklagten, dass die Fahrzeuge der aktuellen Serienproduktion des Typs Tiguan einer anderen Gattung angehören, kann nicht gefolgt werden. Eine Gattung bilden alle Gegenstände, die durch gemeinschaftliche Merkmale (Typ, Sorte, u.U. auch Preis) gekennzeichnet sind und sich dadurch von anderen Gegenständen abheben. Über die Abgrenzung entscheidet der Parteiwille (Palandt/Grüneberg, BGB, 76. Aufl., § 243 Rn. 2). Im Streitfall ist demnach die Regelung unter 6. der Neuwagen-Verkaufsbedingungen der Beklagten, die unstreitig in den Kaufvertrag mit einbezogen waren, zu berücksichtigen. Dort heißt es u.a.: „Konstruktions- oder Formänderungen, Abweichungen im Farbton sowie Änderungen des Lieferumfangs seitens des Herstellers während der Lieferzeit bleiben vorbehalten, sofern die Änderungen oder Abweichungen unter Berücksichtigung der Interessen des Verkäufers für den Käufer zumutbar sind. Sofern der Verkäufer oder Hersteller zur Bezeichnung der Bestellung oder des bestellten Kaufgegenstandes Zeichen oder Nummern gebraucht, können allein daraus keine Rechte begründet werden.“

Der Motor des „Tiguan II“ hat 10 kw mehr (140 kw statt 130 kw) und erfüllt anstelle der EURO-Norm 5 die EURO-Norm 6. Weiterhin ist der „Tiguan II“, gegenüber dem „Tiguan I“, wie aus dem von den Beklagten eingereichten Artikel in der Zeitschrift Auto Motor Sport (Anlage B 10) ersichtlich, um einige Zentimeter größer, hat mehr Ladevolumen und die technische Ausstattung und das Design wurden leicht abgeändert. Diese Änderungen sind jedoch nicht so erheblich, dass man davon ausgehen könnte, dass der „Tiguan II“ einer eigenen Gattung angehören würde. Der Vergleich der in der Anlage B 10 abgedruckten Lichtbilder ergibt eindeutig, dass die Abweichungen optischer Art als gering zu bewerten sind. Auch die technischen Veränderungen stellen nur leichte Veränderungen dar und sind nicht erheblich. Die Abweichungen sind gesamt als gering zu bewerten und wären dem Kunden nach Ziffer 6 der Neuwagen-Verkaufsbedingungen zuzumuten, falls die Volkswagen AG nach der Bestellung, aber vor der Auslieferung des Fahrzeugs an den Kläger die Produktion des „Tiguan I“ eingestellt und auf den „Tiguan II“ umgestellt hätte. Soweit die Beklagte darauf verweist, der „Tiguan II“ basiere auf einem neuen modularen Querbaukasten, ist das unerheblich. Derartige technische Details sind in aller Regel für einen Verbraucher, der sich einen Pkw kauft, nicht von Bedeutung und ihm zumeist nicht einmal bekannt. Zudem verpflichtet Ziffer 6 der Neuwagen-Verkaufsbedingungen den Käufer gerade, auch Konstruktions- und Formänderungen hinzunehmen, sofern diese für ihn zumutbar sind, was hier wie ausgeführt angesichts der nur geringen optischen und technischen Veränderungen vorliegt.

bb) Die Beklagte ist auch nicht wegen Unverhältnismäßigkeit der Kosten der Nachlieferung berechtigt, diese zu verweigern mit der Folge, dass der Käufer nur noch Mangelbeseitgung verlangen könne, § 439 Abs. 3 BGB. Die Feststellung der Unverhältnismäßigkeit erfordert grundsätzlich eine umfassende Würdigung der in § 439 Abs. 3 BGB genannten Umstände, also der Kosten der vom Käufer gewählten Form der Nacherfüllung, des Werts der Sache in mangelfreiem Zustand, die Bedeutung des Mangels und die Frage, ob die andere Art der Nacherfüllung für den Käufer erhebliche Nachteile hätte.

Die Beklagte kann sich für die Unverhältnismäßigkeit der Kosten der vom Kläger gewählten Nachlieferung aber nicht darauf berufen, dass die Nachbesserung durch das Aufspielen des Software-Updates Kosten von unter 100 Euro verursachen würde. Auf die zwischen den Parteien streitige Frage, welche Kosten für das seitens der Volkswagen-AG geplante Software-Update anfallen und ob das Software-Update für den Kläger zumutbar wäre, kommt es nicht an. Denn zum maßgeblichen Zeitpunkt im März 2016 war die Mängelbeseitigung durch Nachbesserung in Form des Aufspielens eines Software-Updates unstreitig nicht möglich, da das Software-Update noch nicht aufgespielt werden konnte, da die Freigabe des Kraftfahrt-Bundesamts erst im Juli 2016 erteilt wurde.

(…)

(2) Maßgeblich ist demnach die Sachlage spätestens zu dem Zeitpunkt, als die Beklagte mit der Nachlieferung in Verzug geraten ist, also der 08.03.2016. Die maßgebliche Software existierte zu jenem Zeitpunkt noch nicht nicht bzw. hatte jedenfalls noch keine Freigabe vom Kraftfahrt-Bundesamt.

Die vom Kläger gesetzte Frist zur Nacherfüllung durch Nachlieferung zum 07.03.2016 war auch angemessen. Die Beklagte kann sich nicht darauf berufen, dass der Kläger ihr zur Nacherfüllung eine Frist bis zum Vorliegen des zu jenem Zeitpunkt bereits von der Volkswagen-AG angekündigten Software-Updates hätte setzen müssen. Die Setzung einer derart langen Frist ist für den Käufer auch unter dem Gesichtspunkt, dass keine Gebrauchseinschränkung des Fahrzeugs vorlag, unzumutbar. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der „VW-Abgasskandal“ bereits im September 2015 bekannt geworden ist und der Kläger negative Auswirkungen auf den Marktpreis ernstlich befürchten musste. Aus dem mit der Täuschung eingegangene unternehmerische Risiko von Strafzahlungen, Schadensersatzklagen und einem massiven, geschäftsschädigenden Imageverlust für die Volkswagen AG konnte jedenfalls Anfang 2016 nur der Schluss gezogen werden, dass es für die Ausgestaltung der Motorsoftware wichtige technische Gründe gab und eine andere Lösung technisch gar nicht oder nur mit hohen Kosten möglich sein würde (vgl. LG Hagen, Urteil vom 18.10.2016 -3 O 66/16, juris Rn. 65). Förden Kläger war Anfang 2016 noch weniger als jetzt abschätzbar, ob und wann für sein Fahrzeug eine technische, vom Kraftfahrt-Bundesamt akzeptierte Lösung gefunden werden würde und ob und wann das über dem Fahrzeug schwebende Risiko des Verlustes der Betriebserlaubnis und des Wertverlusts abgewendet werden kann.

   c) Einen Anspruch auf Wertersatz für die vom Kläger gezogenen 
      Nutzungen nach § 439 Abs. 4, § 346 BGB hat die Beklagte nach § 
      474 Abs. 1, Abs. 5 BGB nicht. Bei dem Kläger handelt es sich 
      unstreitig um einen Verbraucher (vgl. Schriftsatz der Beklagten
      vom 02.11.2016 S. 38, Band II d.A. S. 401)." 

Bei der Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH handelt sich bundesweit um den Marktführer im VW Abgasskandal: mit mehr als 35.000 Geschädigten und mehr als 1.600 laufenden Klageverfahren vetritt und berät die spezialisierte Kanzlei die meisten Betroffenen. Rechtsanwalt Dr. Ralf Stoll teilt mit: „Es handelt sich um ein weiteres Sensationsurteil. Der Kläger erhält ein neues Fahrzeug aus der aktuellen Serienproduktion, ohne dass er für die bisherige Nutzung seines manipulierten Fahrzeugs eine Entschädigung an den Händler bezahlen muss. Wir führen bundesweit hunderte Gerichtsverfahren, die auf Nachlieferung ohne Nutzungsentschädigung gerichtet sind. Bei dem Urteil des Landgerichts Offenburg handelt es sich um einen weiteren Meilenstein in der Rechtsprechung zum VW Abgasskandal. Die Gerichte urteilen zunehmend verbraucherfreundlich.“

Pressekontakt:

Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Einsteinallee 1/1
77933 Lahr
Telefon: 07821 / 92 37 68 - 0
Fax: 07821 / 92 37 68 - 889
kanzlei@dr-stoll-kollegen.de
www.vw-schaden.de

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Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag 2017 in Düsseldorf: Neurobiologe Gerald Hüther hält Gastvortrag auf dem FRÖBEL-Fachtag am 29.3.2017

Berlin (ots) – Einer der bekanntesten Lern- und Hirnforscher Deutschlands, Professor Dr. Gerald Hüther, hält am 29. März 2017 den Gastvortrag auf dem FRÖBEL-Fachtag während des Kinder- und Jugendhilfetags in Düsseldorf. Gerald Hüther wird sich neben neurobiologischen Bildungsprozessen auch zur gesellschafts- und bildungspolitischen Bedeutung des Kindergartens äußern. Sein Vortrag findet am 29. März 2017 zwischen 11:00 Uhr und 12:30 in der Stadthalle des CCD statt.

Im Rahmen des DJHT gibt FRÖBEL rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Nordrhein-Westfalen und Hessen die besondere Gelegenheit, am FRÖBEL-Fachtag zum Thema Vielfalt in der Lebenswelt Kita teilzunehmen. Nach dem Vortrag von Gerald Hüther werden Prof. Dr. Renate Zimmer (Universität Osnabrück) und Rainer Schmidt (Pädagogisch-Theologisches Institut Bonn) weitere Vorträge halten.

Anlass für den FRÖBEL-Fachtag ist der 16. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT), der vom 28. bis 30. März im CCD Congress Center Düsseldorf stattfindet. FRÖBEL präsentiert sich mit zwei Fachveranstaltungen und einem eigenen Messestand (B53) als engagierter überregionaler Träger von Kindertageseinrichtungen. FRÖBEL-Geschäftsleiter*innen, Fachberater*innen, Leitungskräfte und Fachreferent*innen informieren rund um Pädagogik und unsere Qualitätsziele, unser Leitbild und FRÖBEL in NRW.

Fragen zu Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten für pädagogische Fachkräfte, unser Traineeprogramm für Nachwuchskräfte, internationale Austauschmöglichkeiten etc. beantworten wir gern. Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag ist das zentrale Forum für Innovation, Begegnung und Diskussion über Theorie und Praxis für Interessierte aus allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland.

Der Eintritt zur Messe und allen Veranstaltungen ist kostenlos.

Pressekontakt:

Tibor Hegewisch
Unternehmenskommunikation
Tel.: 030-21235 333
E-Mail: hegewisch@froebel-gruppe.de

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Piraten fordern zu Unterstützung von Pulse of Europe auf

Berlin (ots) – In diversen europäischen Städten demonstrieren europafreundliche Menschen jeden Sonntag um 14:00 Uhr für den Erhalt und die Weiterentwicklung der europäischen Union. Dies betrifft auch die Städte Freiburg, Karlsruhe, Heidelberg, Stuttgart, Friedrichshafen, Tübingen und Offenburg. Die Piratenpartei Baden-Württemberg ruft dazu auf, sich den Demonstrationen anzuschließen.

»Wir freuen uns über die zahlreichen pro-Europa-Demonstrationen«, kommentiert Philip Köngeter, Vorsitzender der Piratenpartei Baden-Württemberg. »Dies ist ein positives Zeichen und stellt klar, dass wir den politischen Diskurs nicht den Nationalisten überlassen. Menschen sollten sich nich schlechter behandeln, weil sie innerhalb unterschiedlicher Grenzen geboren wurden.«

Die Piratenpartei Baden-Württemberg ist davon überzeugt, dass viele Aufgaben der modernen Welt nur gelöst werden können, wenn Staaten zusammenarbeiten.

»Auch aus sehr praktischen Gründen ist die EU von großer Bedeutung«, so Köngeter weiter. »Zum Beispiel lässt sich Steuervermeidung im Verbund vieler Staaten besser bekämpfen, die politische und wirtschaftliche Vernetzung innerhalb der EU trägt zur Friedenssicherung innerhalb Europas bei und die EU stärkt die Verhandlungsposition der Mitgliedsstaaten im Vergleich zu größeren Nationen wie den USA oder China, mit denen jeder einzelne in bilateralte Verhandlungen eine deutlich schwächere Position hätte. Auch haben wir in Europa im Vergleich zu Russland pro Kopf deutlich höhere Rüstungsausgaben. Dennoch verfügt Russland über ein stärkeres Militär. Dies alles zeigt die Ineffizienz nationalstaatlicher Lösungen.«

Mehr Infos unter: www.pulseofeurope.eu

Pressekontakt:

Piratenpartei Deutschland
Landesverband Baden-Württemberg
Philip Köngeter
Stöckachstr. 53
70190 Stuttgart

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Prozesse gegen ROG Türkei-Korrespondent und andere Journalisten gehen weiter: Überblick über die wichtigsten Fälle

Berlin (ots) – Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert die türkische Justiz auf, die absurden Anschuldigungen gegen den langjährigen Türkei-Korrespondenten der Organisation fallenzulassen. Das Verfahren gegen Erol Önderoglu geht am (morgigen) Dienstag in Istanbul weiter. Mit ihm auf der Anklagebank sitzen die Vorsitzende der Türkischen Menschenrechtsstiftung, Sebnem Korur Fincanci, und der Cumhuriyet-Kolumnist Ahmet Nesin. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen wegen der Teilnahme an einer Solidaritätsaktion für die pro-kurdische Zeitung Özgür Gündem „Propaganda für eine terroristische Organisation“ vor.

„Erol Önderoglu sollte für seinen mutigen Einsatz belohnt und nicht verfolgt werden. Die hohe Zahl der Verhaftungen und Medienschließungen zeigen, wie wichtig sein Kampf für Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei ist“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Gerade vor dem umstrittenen Referendum braucht die Türkei eine pluralistische Medienlandschaft und unabhängige Journalisten, die die Bevölkerung umfassend informieren.“

+ + + INTERVIEWANGEBOT + + + ROG-Pressereferentin Anne Renzenbrink wird den Prozess gegen Erol Önderoglu in Istanbul verfolgen und steht dort nach der Sitzung des Gerichts für Interviews zur Verfügung. Sie ist am Dienstag unter der Telefonnummer +49 (0) 151-5663 1806 erreichbar. + + + + + + + + + + + + + + +

RECHT AUF MEINUNGSFREIHEIT AUSGEÜBT

Önderoglu, Fincanci, und Nesin waren am 20. Juni in Istanbul verhaftet worden. Nach internationalen Protesten unter anderem durch den damaligen UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon (http://t1p.de/vwsy ) waren sie nach zehn Tagen unter Auflagen freigelassen worden. Sie hatten mit Dutzenden weiteren Journalisten und Prominenten jeweils symbolisch für einen Tag den Posten des Chefredakteurs von Özgür Gündem übernommen, um ihre Solidarität mit der Zeitung zu demonstrieren, die bereits unter wachsendem Druck der Behörden stand (http://t1p.de/q6h3). Ende Oktober wurde das Blatt per Regierungsdekret geschlossen. Der Chefredakteur der Zeitung, Inan Kizilkaya, ist seit August in Haft (http://t1p.de/12tj).

Zu Prozessbeginn am 8. November in Istanbul hatte Önderoglu die Anschuldigungen gegen ihn zurückgewiesen und betont, er habe nur sein Recht auf Meinungsfreiheit ausgeübt (http://t1p.de/8pp4). Den Antrag der Verteidigung, die Anklage fallen zu lassen, lehnte das Gericht ab. Bei der Fortsetzung des Prozesses am 11. Januar wurde das Verfahren gegen Chefredakteur Kizilkaya von dem Verfahren gegen Önderoglu, Fincanci, und Nesin abgetrennt (http://t1p.de/dg01).

ERSTE URTEILE NACH SOLIDARITÄTSAKTION

Insgesamt nahmen mehr als 50 Menschen von Mai bis August 2016 an der Solidaritätsaktion für Ozgür Gündem teil, 38 von ihnen stehen vor Gericht (http://t1p.de/4bgz). Bisher wurden 13 verurteilt. In den meisten Fällen erhielten die Angeklagten Haftstrafen auf Bewährung (http://t1p.de/gft7). Mitte Januar verurteilte ein Gericht in Istanbul die ersten beiden Angeklagten. Der Menschenrechtsaktivist Sanar Yurdatapan und der Verleger Ibrahim Aydin Bodur erhielten wegen angeblicher Terrorpropaganda 15 Monate Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe von 6.000 Lira (1.500 Euro) (http://t1p.de/dg01).

Der Prozess gegen Unterstützer der Zeitung Özgür Gündem reiht sich in eine lange Liste von Prozessen gegen Journalisten in der Türkei. Mehr als 80 Journalisten sitzen im Gefängnis, weil die Behörden ihre Medien als Unterstützer des im US-Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen betrachten, den Präsident Recep Tayyip Erdogan als Drahtzieher des Putschversuchs bezichtigt (http://t1p.de/ievg). Insgesamt sitzen in der Türkei derzeit rund 150 Journalisten in Haft.

Das Verfahren gegen eine erste Gruppe der Inhaftierten von angeblich Gülen-freundlichen Medien wurde am 10. März eröffnet. Dabei handelt es sich um mehrere Journalisten aus der südtürkischen Provinz Adana, darunter Aytekin Gezici und Abdullah Özyurt, die zu Beginn ihres Prozesses schon fast acht Monate in Haft saßen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen „Mitgliedschaft in einer illegalen Organisation“ vor, worauf bis zu zehn Jahre Haft stehen. Der Prozess wird am 7. April fortgesetzt. Am 27. März beginnt wegen des gleichen Vorwurfs der Prozess gegen weitere Journalisten, darunter Murat Aksoy und Atilla Tas (http://t1p.de/jtco).

WIDERSPRÜCHLICHE VORWÜRFE

Am 12. April wird zudem ein Urteil im OdaTV-Verfahren erwartet, das seit dem Jahr 2011 läuft. Den Angeklagten, darunter die prominenten Journalisten Ahmet Sik, Nedim Sener, Soner Yalcin, Baris Pehlivan und Baris Terkoglu (http://t1p.de/i0z9), wird vorgeworfen, der Medienarm des Geheimbunds Ergenekon zu sein (http://t1p.de/y82n). Der Investigativjournalist Sik gehörte zu den Reportern des mittlerweile geschlossenen Magazins Nokta (http://t1p.de/xfux), die den Ergenekon-Geheimbund aufdeckten und damit dessen strafrechtliche Aufarbeitung erst ermöglichten (http://t1p.de/rwq2).

Gleichzeitig wird Sik vorgeworfen, die Gülen-Bewegung und die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK unterstützt zu haben (http://t1p.de/y82n). Ende Dezember 2016 wurde er in Istanbul verhaftet. Sik hat gelegentlich für die oppositionelle Tageszeitung Cumhuriyet geschrieben. Elf Mitarbeiter der Zeitung sitzen in Haft. Die Behörden werfen ihnen eine Gülen-freundliche redaktionelle Linie vor (http://t1p.de/ievg). Die Gülen-Vorwürfe gegen Sik sind besonders absurd, denn 2011 und 2012 verbrachte er ein Jahr im Gefängnis, weil er den damaligen Einfluss der Bewegung des Predigers innerhalb des Staatsapparats kritisiert hatte.

Am 27. April geht das Verfahren gegen den im Exil lebenden Journalisten Can Dündar weiter. Der ehemalige Cumhuriyet-Chefredakteur sitzt mit Erdem Gül, dem Ankara-Büroleiter der Zeitung, wegen angeblicher Unterstützung einer terroristischen Organisation auf der Anklagebank. In einem anderen Verfahren wurden Dündar und Gül bereits im Mai wegen vermeintlicher Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen in erster Instanz zu fünf Jahren und zehn Monaten bzw. zu fünf Jahren verurteilt (http://t1p.de/x4yn). Gegen das Urteil haben beide Berufung eingelegt.

Am 22. Juni wird der Prozess gegen die Autorin Asli Erdogan fortgesetzt (http://t1p.de/ezbt). Sie saß bis Ende Dezember mehr als vier Monaten im Gefängnis. Asli Erdogan war Mitglied im Beirat von Özgür Gündem. Ihr wird unter anderem Propaganda für eine terroristische Vereinigung vorgeworfen. Sie ist chronisch krank und auf ärztliche Betreuung angewiesen (http://t1p.de/1wrk). In einem Interview berichtet sie, dass sie in Haft einige Male in einem Gefängnistransporter und in Handschellen in ein Krankenhaus gebracht worden sei, dort jedoch nie einen Arzt gesehen habe (http://t1p.de/m593).

WORTGLEICH KOPIERTE ANKLAGESCHRIFT

Mitte Februar waren Vertreter von Reporter ohne Grenzen und anderer Organisationen bei verschiedenen Verfahren gegen Journalisten als Prozessbeobachter vor Ort. Die Anklagen und Vorwürfe waren geprägt von Ungereimtheiten und suggerieren einen politischen Einfluss auf das Justizsystem (http://t1p.de/y82n). Im Verfahren gegen Journalisten der Zeitung Taraf etwa las sich die Anklageschrift als sei sie wortgleich von einem Fall gegen Can Dündar kopiert worden. Selbst sein Name stand noch im Text.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit stand die Türkei schon vor dem Putschversuch im Juli 2016 auf Platz 151 von 180 Staaten. Weitere Informationen über die Lage von Journalisten vor Ort finden Sie unter www.reporter-ohne-grenzen.de/türkei.

Pressekontakt:

Reporter ohne Grenzen 
Ulrike Gruska / Christoph Dreyer
presse@reporter-ohne-grenzen.de
www.reporter-ohne-grenzen.de/presse
T: +49 (0)30 609 895 33-55
F: +49 (0)30 202 15 10-29

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Beschwerden beim Radfahren sind vermeidbarRadeln ist gesund, wenn das Velo richtig eingestellt ist – Bike-Fitting-Experte klärt Irrtümer auf

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Beschwerden beim Radfahren sind vermeidbar / Radeln ist gesund, wenn das Velo richtig eingestellt ist - Bike-Fitting-Experte klärt Irrtümer auf
Dr. Kim Tofaute stellt die Räder von Profi-Fahrern auf die optimale Sitzposition ein. Nun stellt der Sportwissenschaftler sein Wissen auch der Initiative Gesundes Radfahren zur Verfügung. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/125953 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte …

Oldenburg (ots) – Die Sonne wärmt schon kräftig, die ersten Pflanzen blühen. Zeit für eine Radtour in die Natur. Doch nach der ersten halben Stunde ist der Spaß für viele Radler vorbei: Der Po kneift, die Schulter schmerzt oder die Finger schlafen ein. Ein Großteil dieser Beschwerden lässt sich mit der richtigen Einstellung des Fahrrads vermeiden, sagt der Bike-Fitting-Experte Dr. Kim Tofaute aus Koblenz. Vielfach seien Sattel und Lenker schlicht falsch eingestellt oder der Radler fahre mit zu viel Kraftaufwand, weiß der Sportwissenschaftler von der Initiative Gesundes Radfahren.

Häufigstes Missverständnis bei Radlern: Der Sattel muss so eingestellt sein, dass die Füße den Boden vollständig berühren können. „Das ist falsch“, sagt Tofaute. Der Sattel sitze in diesem Fall zu tief; Kniebeschwerden seien ohne Korrektur programmiert. Auch das Argument, nur so sei der Stand etwa an der Ampel sicher, sei Unsinn. Einen sicheren Stand erreiche der Fahrer mit dem Rad eh nur dann, wenn er absteige.

Ein anderes Fehlverhalten, das dauerhaft Beschwerden mit sich bringt: Viele Radfahrer nutzen die Gangschaltung kaum und fahren mit hohem Gang – aber dafür mit niedriger Trittfrequenz. Tofaute rät: Immer in einem niedrigen Gang anfahren und auch bei kleinen Steigungen bereits herunterschalten. Das schone die Kniegelenke und koste weitaus weniger Kraft.

Zudem sollten Radfahrer auf die richtige Kleidung und das richtige Schuhwerk achten. Breite Sportschuhe mit Profil und Hosen, die keine eng anliegenden Nähte hätten, seien hilfreich.

Tofaute rät besonders ungeübten Radfahrern dazu, ihr Fahrrad vom biometrisch geschulten Fachhändler einstellen zu lassen und so unnötigen Beschwerden vorzubeugen. Denn die richtige Einstellung hänge nicht nur mit dem Sattel zusammen. Tofaute spricht vom magischen Dreieck aus Sattel, Lenker und Pedalen. Wer beispielsweise den Sattel höher stelle, verändere auch die Entfernung zum Lenker.

Beim Fahrradkauf sollten Hobby-Radler darauf achten, dass das Rad einen winkelverstellbaren Vorbau und ergonomische Griffe hat. Solche Griffe beugen einer weiteren sehr lästigen Beschwerde vor: taube Finger beim Radfahren.

Beim Sattel ist nicht immer der breiteste auch der gemütlichste. Vielmehr komme es bei jedem Fahrer auf den Abstand der Sitzknochen an. Ein guter Fachhändler misst laut Tofaute daher neben der Körpergröße und der Beinlänge auch diesen Abstand und wählt dann den passenden Sattel aus. Zudem lasse er den Kunden auch eine längere Probefahrt machen.

Über die Initiative Gesundes Radfahren

Die Initiative Gesundes Radfahren wurde vom Bike-Fitting- und Ergonomieexperten Dr. Kim Tofaute und dem norddeutschen Fahrradhersteller Lehmkuhl gegründet. Ziel ist die Aufklärung von Fachhändlern und Radfahrern über die richtige Einstellung des Rades und die Vermeidung von Beschwerden. www.gesundes-radfahren.de

Pressekontakt:

Stefan Freiwald
Freiwald Kommunikation
Mobil: 0179-1058253
E-Mail: freiwald@freiwald-kommunikation.de

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Humanitäre Hilfe nach Überschwemmungen in PeruKindernothilfe unterstützt mit 75.000 Euro

Duisburg (ots) – Zahlreiche Tote, dramatische Rettungsaktionen, zerstörte Straßen, Brücken, Häuser und Dämme – für weite Teile Perus gilt der Notstand. Hunderttausende Menschen sind von anhaltendem Starkregen und Überschwemmungen betroffen. Zehntausende sind obdachlos und stehen vor dem Nichts. Die Kindernothilfe stellt den Familien zunächst 75.000 Euro für Humanitäre Hilfe zur Verfügung.

Die Serie der extremen Klima-Phänomene, die in Lateinamerika in den zurückliegenden beiden Jahren extreme Schäden und Verwüstungen verursacht haben, reißt nicht ab. Nach wochenlangen pausenlosen schweren Regenfällen wurde in der Küstenregion im Norden Perus bis hin zur Hauptstadt Lima der Notstand ausgerufen. Am stärksten hat es die ländlichen Gebiete getroffen, in denen die Menschen traditionell mit Lehmziegeln bauen. Zahlreiche Kinder und Erwachsene kamen bei Erdrutschen und Schlammlawinen ums Leben, viele Dörfer wurden verschüttet. Weniger Regen ist auch für die kommenden Tage nicht in Sicht.

Das Team der Kindernothilfe, das von der Kleinstadt Moro in der Nähe von Chimbote an der nördlichen Küste von Peru aus arbeitet, hat zurzeit Kontakt zu 24 Dörfern in dieser Region. Einige Gemeinden sind von der Außenwelt abgeschnitten, die Strom- und Telefonverbindungen sind ausgefallen. Die Mitarbeitenden stehen im Kontakt mit den örtlichen Zivilschutz-Einrichtungen und versuchen derzeit, ein umfassendes Lagebild zu erstellen. Die Kindernothilfe hat heute 75.000 Euro Soforthilfe für die Beschaffung von Hilfsgütern und die Versorgung von Familien bereitgestellt.

Die Kindernothilfe bittet um Spenden:

   Spendenkonto Kindernothilfe e. V. 
   Stichwort "Soforthilfe für Peru", Zweck: 57656 
   IBAN: DE92 3506 0190 0000 4545 40 
   Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank) 

Pressekontakt:


Christian Herrmanny, stellvertretender Pressesprecher
Christian.Herrmanny@Kindernothilfe.de
Tel.: 0203.7789-242
mobil: 0178.2329667

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